Mahnen für den Frieden

Montag, 28. Februar 2022, Fritzlar-Homberger Allgemeine / Lokales

Mahnen für den Frieden

Menschen im Landkreis zeigen sich solidarisch mit Ukraine

Mahnwache vor dem Rathaus in Gudensberg: Rund 450 Menschen waren anwesend, hielten kleine ukrainische Flaggen in der Hand und Protest-Schilder hoch. Foto: peter zerhau

Fritzlar-Homberg – Der Krieg in der Ukraine beschäftigt auch die Menschen im Schwalm-Eder-Kreis. Am Wochenende haben einige an Kundgebungen und Mahnwachen teilgenommen – etwa in Gudensberg. Außerdem zündeten Menschen auf dem Homberger Marktplatz Kerzen für Frieden in der Ukraine an.

Gudensberg

Rund 450 Menschen zeigten am Samstag bei einer Mahnwache vor dem Rathaus in Gudensberg ihre Anteilnahme am Schicksal der Menschen in der Ukraine. Das Land steht seit Donnerstag unter russischem Beschuss.

Vor dem Rathaus ist schon seit einigen Tagen die ukrainische Flagge gehisst. Gudensberg hat eine innige Städtepartnerschaft mit der Stadt Schtschyrez in der West-Ukraine nahe Lwiw (Lemberg). Dort sind auch schon russische Raketen gelandet. Der Gudensberger Partnerschaftsverein hatte ein Banner aufgestellt: „Solidarität mit der Ukraine. Frieden für Freundschaften“. Vertreter aus der Politik sowie Bürger brachten ihre Bestürzung über den Einmarsch Russlands zum Ausdruck.

Die Veranstalter forderten die sofortige Beendigung des Krieges in Europa. Sichtbar betroffen war Ingbert Radloff, Vorsitzender des Gudensberger Partnerschaftsvereins: „Den russischen Angriff auf die Ukraine verurteilen wir auf das Schärfste. Wir sind mit allen Gedanken bei unseren Freunden.“ Der Verein will ihnen unmittelbar helfen: „Wir bieten ab sofort ein Spendenkonto an und organisieren Hilfsgüter und deren Lieferung“, sagte Radloff.

Gudensbergs bisheriger Bürgermeister Frank Börner, der die Städtepartnerschaft mit der Stadt Schtschyrez maßgeblich aufgebaut hat, berichtete von seinen Kontakten: „Ich telefoniere täglich mit unseren Freunden in der Ukraine. Sie brauchen nicht nur gute Worte, sondern Taten.“ Er fügte an, dass er nie geglaubt hätte, dass sein Freund und Bürgermeister Oleg Vasylyschyn ein Mal im Kampfanzug zu ihm sprechen würde und dass er einen Anruf seines Freundes und Reiseleiters Pawlo bekomme, der um Helme, Schutzwesten und Blutstopper bittet.

Das mit Gudensberger Hilfe ausgerüstete Krankenhaus in Schtschyrez bereitet sich laut Börner auf das Schlimmste vor.

Link zum Gudensberger Spendenkonto: pv-gudensberg.de.

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