Hilfsaktionen für Menschen in der Ukraine laufen an – Sach- und Geldspenden benötigt

Sie wollen nicht tatenlos zusehen

Hilfsaktionen für Menschen in der Ukraine laufen an – Sach- und Geldspenden benötigt

Fritzlar / Gudensberg – Die Solidarität mit den Menschen in der Ukraine ist auch im Schwalm-Eder-Kreis groß. Neben den Demonstrationen und Kundgebungen gegen den russischen Angriffskrieg gibt es nun verstärkt auch die Fragen danach, wie man den Menschen auf der Flucht konkret helfen kann. „Wie kann man spenden? Was wird gebraucht?“. Hilfsorganisationen bitten um Spenden und materielle Unterstützung für das vom Krieg gebeutelte Land. Doch gibt es auch Einzelaktionen im Landkreis, die man unterstützen kann.

Partnerschaftsverein

Eindrucksvoll haben die Gudensberger am Samstag bei einer Kundgebung Solidarität mit der Ukraine, speziell mit ihrer Partnerstadt Schtschyrez, bekundet. Jetzt folgen auf die Worte auch Taten im Sinne von konkreter Hilfe: „Wir planen einen Spendentransport“, sagt Dr. Eberhard Kettlitz, Koordinator für die kommunale Entwicklungspolitik bei der Stadt Gudensberg. Der Partnerschaftsverein Gudensberg-Schtschyrez übernehme maßgeblich die Koordination, so Kettlitz. Mit dem Verein Mach Mit in Gudensberg habe man zudem einen erfahrenen Partner an der Seite, wenn es darum geht, Geflüchteten zu helfen. „Sie kennen sich aus in der Flüchtlingsarbeit, haben Erfahrung mit psychologischer Betreuung, der Vermittlung von Sprache und vielem mehr“, sagt Kettlitz.

Deshalb ist die Arbeit auf zwei Bereiche aufgeteilt: Der Partnerschaftsverein koordiniere die finanziellen Spenden – etwa für spezielle technische Anschaffungen wir größere Notstromaggregate. „Dabei geht es nicht um kleine Geräte, sondern um eines, mit dem man zum Beispiel Heizung und Beleuchtung in einer Turnhalle oder einem Krankenhaus sicherstellen kann“, sagt Kettlitz. Daher seien jetzt insbesondere Geldspenden gefragt. Der Transport solle dann so bald wie möglich starten. „In der polnischen Grenzstadt Przymsl hat ein Unternehmer aus Schtschyrez eine Lagerhalle, dort bringen wir die Sachen unter und von dort werden sie weitertransportiert“, erklärt Kettlitz weiter. Man habe weiterhin Kontakt zu den Menschen in der Partnerstadt. Dort seien um die 500 Geflüchtete angekommen. Diese würden bei Familien, aber auch in Turnhallen untergebracht. „Viele haben bloß einen Rucksack dabei. Es fehlt an allem“, sagt Kettlitz.

Sachspenden für die Ankunft möglicher Menschen auf der Flucht in Gudensberg werden zudem gesammelt – vom Verein Mach Mit. „Dort werden auch Wohnungsangebote und sonstige Unterkunftsangebote angenommen.“

■  Geldspenden sammelt der Gudensberger Partnerschaftsverein über die Internetseite pv-gudensberg.de Kontakt: Michael Höhmann, Schatzmeister des Gudensberger Partnerschaftsvereins, 0172/837656565.

■  Sachspenden sammelt der Verein Mach Mit, Kontakt: Sascha Fleddermann, 05603/9276260, info@machmit-gudensberg.eu

 

Dienstag, 01. März 2022, Fritzlar-Homberger Allgemeine / Lokales

HINTERGRUND

Spenden: Was jetzt benötigt wird

Der Hilfstransport des Gudensberger Partnerschaftsvereins wird spezifische Hilfsgüter, wie zum Beispiel Technik und mehr, umfassen. Daher wird zunächst um Geldspenden gebeten. Weitere Infos im Internet unter:
pv-gudensberg.de

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